
Listen to Berlin Vol. II
Willkommen in der Großen Weltparty- und Musikhauptstadt, willkommen in der angesagtesten Feiermetropole Europas. 200 Clubs, unzählige Veranstalter und 8000 Nachtarbeiter sind rund um die Uhr im Einsatz an der Partyfront, um einen wilden Mix aus Berliner Szene und Partytouristen aus aller Herren Länder am Tanzen zu halten. Allnächtlich wird Berlin zu einem einzigen gigantischen Dancefloor. Insgesamt schmieden 1.600 Unternehmen der Musikbranche, davon 500 Tonträgerfirmen, am Sound in der Hauptstadt.
Gibt es einen „Sound of Berlin“? Ist es ein Ort, der – wie in den 90ern – neue musikalische Trends zu setzen vermag oder bloß einer, der hinterherfeiert? Die Stadt ist hart, rasant, sehr liberal und multikulturell wie keine andere in Deutschland. Und sie gilt als internationaler Hotspot für Kreative aller Colour. Ein Magnetismus, der vor allem DJ´s und Musiker an die Spree gesogen hat. Spiegelt sich der schleifende, knirschende, aufblitzende Sound der Metropole in ihrem Schaffen? Wir haben uns auf die Suche gemacht nach dem urbanen Beat der Metropole. Nach einem originärem Sound, der bricht und aufbricht, unbequem ist und öffnet. Nach Musik, die eine Bedeutung hat für die Leute. Wofür sie auch Geld ausgeben. Aber das ist schon wieder ein anderes Thema.
Herausgefunden haben wir: 1. Berlin ist keineswegs nur eine Stadt des Feierns, sie hat ein eigenes künstlerisches Format. 2. Berlin ist schon lange keine rein elektronische Party mehr, zwischen Tango und Techno geht hier alles. 3. Die Stars der Szene agieren frei, jenseits von Genreregeln wird verschmolzen, was neuen Sinn ergibt.
Es lohnt, genauer hinzuhören. Fast schon stilprägend hinterlässt die Stadt ihre Spuren in den musikalischen Produktionen der Protagonisten. Kaum eine von ihnen erblickte hier das Licht der Welt. Alle haben sie die Klänge irgendeiner Herkunft eingebracht und mit dem rauhen Gestus dieser exotischen Insel im brandenburgischen Sand verbunden. „World“ heißt hier nicht Folklore, sondern Freiheit im Sound – eine Freiheit, die ferne Einflüsse mit etablierten Soundformaten verweben lässt. Das babylonische Gewirr aus Tönen und Stilen der Metropole spiegelt sich in ihrem musikalischen Output. Wir
fanden eigenwillige Verschmelzungen und subtile Grenzüberschreitungen, die dem Hörer neue Welten eröffnen. Die Musikwirtschaft mag pleite sein, die Musik ist es nicht. Und Musik sagt mehr als tausend Worte, 2 cm neben diesem Text finden Sie unsere Antwort auf alle Fragen.
Ein Presse-Exemplar kann unter cd@berlin-music-commission.de angefordert werden.
Track-Listing:
1 Ofrin – Tango
2 Oliver Kolétzki feat. Fran – Hypnotized
3 Cobra Killer – The Universe Is In The Oven
4 Bonaparte – Anti Anti
5 RQM – Miss Pacman
6 Rotfront – B-Style
7 Robot Koch – Soundboy
8 Popular Damage – Everybody got young (in 2001)
9 Masha Qrella – I Talk To The Trees
10 Notic Nastic – Stupid Happy
11 Moderat – Rusty Nails
12 Yaneq feat. Warren Suicide – Loosin It
13 Trikot – Drogenabhängig
14 Daniel Meteo – Audio Quattro
15 DJ T. – Dis
16 Daniel Haaksman feat. MC Jennifer – Who's Afraid Of Rio?
17 Ye:Solàr – Five
18 Super 700 – S.T.T.S.M.C. (Somebody Tried To Steal My Car)